An alle, die ihre gött-liche Diva noch tagtäg-lich runterschlucken.

Nicht nur dem König in Dornröschen, nein, auch heute fehlt noch vielen Menschen das Gefühl für die 13. Fee.

Erinnerst du dich?

Unerwartet und grossartig ist ihr Auftritt. Fordernd und schicksalsbestimmend. Scharf und klar ihr Blick auf das Königreich, auf die Missstände im Staat. Auf die Herabwürdigungen des dunkel Weiblichen, das die 13. Fee verkörpert. Auf das Leben, das Dornröschen keine Chance gibt, fröhlich und glücklich und mit leuchtenden Augen auf das Leben zuzulaufen. Von innen heraus  eine leidenschaftliche, selbstbestimmte und liebende Frauen zu werden. Auf einen Vater, dem seine äussere Macht, das Streben nach Ansehen,  Leistung und irdischem Wohlstand wichtiger ist, als die geistige Entwicklung seiner doch so sehr erwünschten Tochter. Auf eine Mutter, die durch Abwesenheit glänzt, statt ihrer Tochter die Einweihungen zu geben. Den Schutz  und die mütterlich, weibliche Führung, die ein Mädchen benötigt, um zu einer reifen Frau zu erblühen. Das Mysterium des Frauseins zu entdecken. Das heilig Weibliche.

Schneidend und klar sind  die Worte, der 13. Fee. Sie durchdringen die Schleier des Verklärten und längst Erstarrten. Sie lassen die Menschen erzittern – damals wie heute.  Und so ging es auch mir als Kind. Jedes  Mal  kurz bevor die sogenannt „böse Fee“ ihren Auftritt hatte, hatte ich ein böses Gefühl im Magen.

Doch sie. Sie ist sich ihrer Macht über Leben und Tod bewusst. Und so betritt sie auch den Ballsaal.

Eine Einladung hat sie nicht. Aber etwas zu sagen, das hat sie. Und das ist heute nicht anders als damals.

Und darum heisst meine 13. Fee „Vergiss-mich-nicht“.

Das Heben des Zeigefingers liegt „Vergiss-mich-nicht“ fern. Sie erinnert mit liebendem Herzen , denn sie weiss, was ins Dunkel der Seele abgesunken ist, findet erstmal keine liebevollen Worte, keine Erfüllung.

 

Wollen wir ihr also gemeinsam zuhören – mit den Ohren und Herzen erwachsener Frauen? Frauen der neuen Zeit? Ok!

Dafür müssen wir uns vielleicht zuerst erinnern…..eintauchen in die untersten Schichten unseres Bauches………in die Wallungen unseres Blutes.

Kennst du Wut auf Frauen, Freundinnen, Arbeitskolleginnen, Zicken, Nebenbuhlerinnen?

Auf deine leibliche Mutter?

Ich jedenfalls erinnere mich noch gut an jene Zeit des heiligen Zorns.

Nach einer Aufstellungsarbeit: Plötzliche Erkenntnis in mir. Ich fühlte mich komplett abgeschnitten. Alleine.

Betrogen um mein heilig weibliches Erbe, mein Wissen, meine Gefühle, meine Macht und vor allem

die Gemeinschaft von Frauen.

Meine Mutter hatte mich zwar aufgeklärt aber eingeführt in das erregend lustvolle Dasein eines Frauenlebens in all seiner überraschenden Buntheit, das hatte sie nicht. Heute weiss ich natürlich, dass sie dieses Wissen selbst nicht besessen hat, weil auch ihre Mutter sie nicht eingeführt hat, und deren Mutter sie auch nicht. Eine  Ahnenreihe uneingeweihter Frauen. Stolze, schöne Frauen zwar, und dennoch Frauen, die sich schwach fühlten, gedemütigt, verletzlich und abhängig.  Und dieses Gefühl der Schwäche gaben sie auch weiter an ihre Töchter. Die Leidensfähigkeit blieb. Die Widerstandkraft  – beinah erloschen.

 

Heute kann ich vergeben. Heute kann ich verstehen:   Ich empfinde Liebe und Mitgefühl für alle Mütter, die ihre Töchter nicht an der Hand nehmen konnten, nicht die Rituale und erhellenden Wörter fanden. Wörter, die mir das Betreten des dunkeln Reichs des Unbewussten, des ewig heilig Weiblichen, des Mysteriums von Leben und Tod, das Mysterium des Fliessens schon viel früher erschlossen hätten. Denn es geht ja um mehr im Leben als nur darum ein grosses Mädchen zu sein und zu wissen, wie man sich die Schnürsenkel selber bindet.

Umso mehr freue ich mich, wenn ich  Mütter und Grossmütter treffe, die jungen Mädchen nicht einfach mit 12 die Pille in die Hand drücken, für sie einen Termin bei der Frauenärztin vereinbaren, sondern sie verständnis- und liebevoll an der Hand nehmen. Sie in die Geheimnisse des neuen Lebensabschnittes einführen  – ein „heiliges“ Geschehen, ein Mysterium. Wenn  Frauen sich gegenseitig durch die Zyklen des Lebens begleiten. Über Schwellen führen. Und am meisten freue ich mich, wenn dabei  jede die Gewissheit erlangt:

„Ich gehöre zu euch  – wir sind eine Gemeinschaft.“

Wie traurig muss doch eine Mutter in ihrem Innersten sein, wenn sie ihrer  Tochter, das Lebenswichtigste nicht mitgeben kann. Die Strahlkraft des Weiblichen, die Macht des Blutes, des Blühens. Die Macht des Spinnen und Webens. Die Macht des Dienens und Mutterseins. Die Gabe, Leben zu schenken. Die Macht der Gemeinschaft. Die Neugier auf Leben. Die Kraft, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen. Leben zu weben so wie es gut für sie sein könnte.

Schöpferische Energie als kostbares Gut fürs Überleben und den Frieden unter den Menschen.

Doch lass uns jetzt endlich zurückkehren zur Botschaft von „Vergiss-mich-nicht“, der 13. Fee.

Pssst: Sei  still und lausche ihrer Stimme in deinem Innern.

Vielleicht magst du dich hier auch erst mal ausklinken, deine Augen, deine Ohren für alle  Stimmen und Geräusche im Aussen verschliessen. Eintauchen in die Stille und irgendwann – die Zwiesprache mit der 13. Fee. Sie wird auftauchen – hab nur Geduld – früher oder später – aus den dunkeln Räumen deines Unbewussten, deren Türe du nur durch geduldiges Zuhören, Lauschen, dich hingeben zu öffnen vermagst……..

 

„Fliesse, mein Kind,

fliesse mit dem Leben

denn du trägst das Wissen ums Fliessen in dir wie kein Mann es je kannte.

Mureh, mureh, mureh.

Monat für Monat erinnert dich das Fliessen in deinem Schoss an die Zyklen des Mondes

die heiligen Zyklen der Frau.

Erinnere dich daran, dass du Teil der Natur bist

Teil der grossen Mutter.

Also finde dich besser damit ab.

Mureh, mureh, mureh….

 

Nimm es an

dein Schicksal als Frau.

Akzeptiere ihre Gesetze

sonst wird dich das Leben (die 13. Fee, die Schicksalsgöttin) dazu zwingen.

Mureh, mureh, mureh…..

Freunde dich an

mit den Säften deines Leibes.

Lausche ihrem Kreisen, ihrem Singen, ihrem Gemurmel.

Den heiligen Gebeten deines Körpers….

 

…..denn die Stimmen der Frauen riffeln den neuen spirituellen Groove.“

Alles, was verloren ist, sucht Erlösung. Und was sich erlöst, fliesst.

Welch Frohlocken in meinen Körperzellen wenn dies passiert.  Welche Fülle und lebendige Wärme in meinem Bauch…..Tanzlust in meinen Füssen.

Komm Schwester, tanz mit mir, mit nackten Füssen.

Ein transformierender Tanz auf der glühenden Herdplatte,

oder im sanften Mondlicht

in der Glut unserer Weiberherzen.

Nimm deinen Platz wieder ein im Kreis der Frauen und sei herzlich willkommen.

Spuck aus, was du zu sagen hast. Die Zeitqualität unterstützt dich grad sehr. Und wir Frauen hören dir zu. 

Lass es nachhallen und wertschätze, was du geborgen hast. Und wenn du eine Anleitung brauchst, wie man in der Wut nicht stecken bleibt, sie vielmehr in Liebe wandelt – findest du am Ende des Beitrages  das PDF „“Wenn das Hadern aufhört – pulsiert dahinter die Liebe“ zum runterladen.

Und jetzt, jetzt werde nochmals einen Moment ganz still. Und dann lass die nachfolgenden Sätze Wort für Wort in deinen Körper fallen, an den Grund deiner Seele sinken:

Auch wenn wir noch mehrheitlich in einer von Angst und überkommenen Strukturen und Werten ächzenden Welt leben

  • Wir Frauen tragen die Schlüssel.
  • Die weiblichen Kräfte werden das Schicksal der Erde bestimmen.
  • Die Stimmen der Frauen riffeln den neuen spirituellen Groove.

Sorgen wir durch unser Dasein für das nötige Bewusstsein – jede grad da, wo sie ist, im eigenen Garten, der Nachbarschaft, dem kleinen oder grösseren Kreis. Und lassen wir uns teilhaben – schenken wir Frauen uns erstmal gegenseitig Respekt und Würde. Bis jede wieder sagen mag:

 ich gehöre zu Euch –  wir sind eine Gemeinschaft.

 

1. Sag JA zur Gemeinschaft der Frauen und drücke den like-button unten als Zeichen deiner Verbundenheit

2. Mach dich sichtbar und hinterlasse einen Kommentar

3. Lade dir das PDF-Dokument runter „Wenn das Hadern aufhört – pulsiert dahinter die Liebe

 

Meine Fragen an dich zum bevorstehenden Vollmond im PDFWer sind die Menschen in deiner Nachbarschaft?“

 

Mein Buchtip des Monats: Aus der Reihe „Mit Märchen Leben“ Dornröschen von Angela Seifert „Auch des Vaters liebste Tochter wandelt sich zur Frau“, erschienen im Kreuz-Verlag, Zürich

Dieses Buch hat mir schon vor vielen Jahren sehr geholfen, zu verstehen und zu bergen, was mich im Innen schon lange umtrieb.Es ist eine Fundgrube an erhellenden Momenten für alle, die Papas Prinzesschen, Püppchen oder Maus waren; Frauen, die sich noch heute von ihren Müttern nicht verstanden und im Stich gelassen fühlen; Mädchen und Frauen, die gegen starre Strukturen rebellieren und sich nach ihrer weiblichen Wildheit sehnen.

 

Ich melde mich wieder zum nächsten Vollmond. Bis dahin:

Vergiss-mich-nicht


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