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Die Weisheit des Innehaltens – Wintersonnenwende

Ich bin gleich wieder still. Wollte Dir nur kurz sagen: Am Ende des kurzes Beitrages gibt’s ein Geschenk für dich und ich freue mich so, es dir zu übergeben.

 

In mir gibt es einen grossen Raum

Voller Weisheit und Freude, Liebe und Glückseligkeit…

Aber ich bin zu beschäftigt um ihn regelmässig zu besuchen

Für länger als ein paar Momente

 

Weisst du, ich habe da diese Dinge, die du vielleicht auch hast

Wir nennen sie Verpflichtungen, Ziele, Ansprüche. To Do’s.

Diese «Dinge» verschlingen einfach fast all meine Zeit

Und dann bleibt nicht viel Zeit für mich selbst –  jedenfalls nicht

Für länger als ein paar Momente

 

Versteh mich nicht falsch

Zeit zu investieren ist schon richtig

Es erfüllt unsere Herzen, unseren Geist. Nährt uns und unsere Familien. Gibt uns das Gefühl wichtig zu sein.

Doch wäre es nicht göttlich, etwas von dieser Zeit für dich selbst einzufordern

Für länger als nur ein paar Momente

 

Heisst Zeit für dich nehmen, egoistisch oder unersättlich sein?

Und wie könntest du möglicherweise Zeit für dich finden bei allem was du zu tun hast?

Diese Gedanken schwirren in meinem Kopf. Beschäftigen sie auch dich?

Flüstern dir ein, ja nicht weniger zu leisten, wenn du darüber nachdenkst Raum für dich zu schaffen

Für länger als ein paar Momente

 

 

Was wäre wenn du ab sofort nur noch Gedanken empfangen würdest

Die dir sagen:

«Ja, nimm dir Zeit, schaffe Freiräume für dich

Länger als für nur ein paar Momente»

 

Mein Geschenk für dich – zur Wintersonnenwende

 

ein schamanischen Ritual – eine Reise durchs Medizinrad,

die dich darauf vorbereitet 2017 voller Selbstliebe zu betreten.

Im Einklang mit deiner Seele, deinem Herzen.

 

Schreib dich hier ein für meinen Newsletter. Und schwupps – schon ist das Ritual bei dir!

 

Geniesse die Weisheit des Innehaltens rund um die Wintersonnenwende.

Herzlicht:

Kyra

 

Ausklang

Im Radio ein einschmeichelndes Violinkonzert. Draussen ein mystisch grauer Neumondtag mit einem zarten Vorhang aus Nieselregen.

Die perfekte Einladung für Innenschau.

Eine Einladung mein Herz sich weit ausdehnen, klingen zu lassen.

Der Fokus liegt auf dem Jetzt.

Bei mir.

Ich lausche.

Ich spüre Freude in mir. Sie will neue Kräfte freisetzen.

 

Die Musik kommt aus der Stille.

Das Bild kommt aus der Leere.

Alle Schöpfung kommt aus dem Nichts der grenzenlosen Fülle.

Reines Potenzial.

 

Ich nehme einen tiefen Atemzug, fülle meine Lunge.

Es prickelt in meinem Körper und in meinem Kopf sagt eine Stimme: „das Leben kitzelt dich“.

Ja, es kitzelt gewaltig.

Ich spüre Aufbruch in meinem Blut.

 

Noch einmal atme ich tief und bewusst die feine Essenz, die mein Leben garantiert.

Spüre in jedem Atemzug, Gott lebt.

 

Ohne Atem geht gar nichts!

Gut 10 Monate ist es nun her. Da sass ich an G’s Sterbebett.

Spürte und sah wie er am Ende seines Irdenlebens zum letzten Mal ausatmete.

Sein Leben aushauchte – ganz buchstäblich.

 

Man muss es sehen, um seine Bedeutung wirklich zu begreifen.

 

Stille.

 

Mein Herz wurde neu gestimmt

Seither Monate, in denen ich noch so viel mehr bedingungslose Liebe und Grundvertrauen zu mir, zum Leben und zur Welt in mir entdecken durfte.

Frisch und ungewohnt.

Ich habe die Tür in eine neue Welt geöffnet.

Und ich habe eine unglaubliche Kraft gefunden, die aus der unschuldig-verletzlichen und nichtwissenden Präsenz heraus entsteht.

Und dieser Kraft gehört nun meine ganze Sehnsucht und Liebe. Denn in ihr verschwindet jeder schmerzhafte Blick in die Vergangenheit und jeder ängstliche Gedanke an die Zukunft.

Jedes Urteil löst sich auf.

Da gibt es keine Glaubenssätze oder Dogmen mehr darüber, wie ich oder das Leben denn sein müssten, damit es stimmt.

 

Und es ereignen sich zutiefst heilende Momente, die mich so berühren, dass ich gar nichts anderes mehr tun möchte, als immer nur neue Räume zu erschaffen, in denen echte Heilung für mich und für andere geschehen kann.

 

Frisch aufgewacht

Es fühlt sich an, als wäre ich frisch aufgewacht.

Und Aufwachen bedeutet Erkennen.

Und wenn Erkenntnis als Erfahrung in den Körper fällt, erwacht daraus Weisheit.

 

 

Willkommen Grossmutter

Die Weisheit hat sich bei mir im Bild einer alten weisen Indianerin gezeigt.

In der Weite von New Mexiko  konnte ich ihre runzelige Haut als die meine spüren.

Ihren Atem fühlen.

Die Lebendigkeit ihres Geistes.

Mich spiegeln in ihren wundervoll tiefen Augen, denen nichts fremd ist.

 

Sie und ich.

Wir kennen uns seit ewigen Zeiten.

Nun hat sie sich wieder gemeldet.

Ungestümer, fordernder als auch schon.

Ich werde ihr zuhören.

Ihren Geschichten.

Ihrer weiblichen Weisheit.

Dem Klang ihrer Stimme.

Magie pur.

Grossmutterenergie.

 

 

Auch wenn ich im Aussen noch nicht Grossmutter bin.

Ich trete bewusst ein ins Leben als „Grossmutter“. 

Bewusst gebe ich vieles von meinem Kriegerinnenwerkzeug ab.

Entspannung!

Es ist Zeit, Altes, Liebgewonnenes ausklingen zu lassen, der Stimme der alten Weisen zu folgen.

So beende ich hiermit meine Serie „Erwachen für Tod“  auch wenn mich das Thema weiterhin beschäftigen wird.

 

Viel Liebe und Herzblut ist in meine Beiträge geflossen.

Manches Herz durfte ich berühren.

Vielen Mut machen selbst bei Schleudergang aus der Weisheit des eigenen Herzens zu leben und zu handeln.

 

Danke!

Ich bedanke mich für Eure Zeit, meine Beiträge zu lesen, zu teilen und weiterzusenden.

Ich bedanke mich  für all Eure Feedbacks, die mich darin bestärkten, dem Tabuthema Sterben und Tod Raum und Worte zu geben.

 

Atme weiter.

Vielleicht darf auch bei dir etwas ausklingen. Raum geschaffen werden, für Neues.

Es ist Zeit!

Expandiere mit dem, was dir Freude macht!

 

Ich werde im Juli in den Weiten und unter der Sonne von New Mexiko meiner weisen Frau lauschen und dann entscheiden, wie es in meinem Newsletter, meinem Blog weitergeht.

Wir sehen uns auf jeden Fall wieder – und ich freue mich drauf.

 

Bis dahin sei gut mit dir unterwegs. Liebe:

 Kyra

PS: Dein Feedback ist mir wichtig:

Viel Herzblut ist in den letzten Monaten in das Projekt „Erwachen für Tod“ geflossen. Umso mehr würde es mich freuen, wenn du dir 2 Minuten Zeit nehmen würdest, mir einige Fragen dazu zu beantworten.

Hier gehts zur Umfrage: https://de.surveymonkey.com/r/3SNGRG9

Liebe geht immer

Erwachen für Tod / Leben für Fortgeschrittene /Episode 8

Leben darf leicht gehen, Liebe auch. Und Sterben erst recht. Liebe macht‘s möglich!
 

Umhüllt von Liebe, erfüllt von Liebe, gestärkt und getragen von Liebe gelingt der Schritt zwischen Leben und Tod viel leichter. Für den der geht, für die, die bleiben.

 

Lebe die Liebe, die du leben willst.

Wir sind hier auf Erden um zu wachsen – und selbst wenn wir grundsätzlich mit diesem Satz einverstanden sind, ist wachsen nicht immer einfach.

Wieder einmal steht eine Frau vor mir, mit den Tränen kämpfend. Ihr Mann hat vor kurzem die Diagnose Krebs im Endstadion bekommen. Fragend schaut sie mich an. Was muss, was soll, was kann ich tun?

Meine Antwort ist schlicht und einfach: LIEBEN! DASEIN und LIEBEN.

Doch wie liebt man, wenn das Gegenüber mit Worten nicht mehr erreichbar scheint? Oder keine Berührungen mehr mag? Vielleicht weil ihn das abhält, seinen Weg weiter zu gehen? Wenn er dich zwar anschaut, wenn du das Zimmer betritts, dich aber in dieser Welt nicht mehr erkennt? – als Tochter oder Sohn, als Freund, als Ehefrau?

Da seufzt schon mal das Herz. Erschreckt sich gar.

 

Liebe geht immer

Stell dir vor. Ich sitze vor dir. Ich schaue dir in die Augen. Dabei fliesst weich und warm Liebe aus meinen Augen und von meinem Herzen strömt kraftvoll doch sanft unablässig Liebe zu dir. Umfängt dich mit deinem ganzen Sein.

So wie du gerade bist.

Meine Seele flüstert leise „ich sehe dich“.

Kannst du dich darauf einlassen? Die Liebe spüren? Dich weiter und weiter öffnen?

Wie fühlt es sich an mit Liebe umhüllt, gefüllt zu sein?

Und wenn du bereit bist, magst du vielleicht einen Liebesstrahl zurück zu mir schicken….. direkt aus deinem Herzen lässt du ihn fliessen – ganz von selbst. Mühelos.

Und mein Herz wird wärmer und weiter. Mein Körper entspannt sich allmählich.

Mein Denken verliert sich.

In mir und um mich wird es heller.

Ich fühl mich gehalten. Getragen. Geborgen.

Weil Du mir deine Liebe schickst. Weil ich Dich liebe.

Liebe ist in mir – Liebe ist um mich.

 

Ein Feld von Liebe ist entstanden. So schön!

Ein feines Gewebe. So zart, so stark wie Fallschirmseide. Spinnenfäden.

Und so wie ich jetzt deine Liebe spüren kann, und du hoffentlich die meine. So kann auch ein Sterbender, der vielleicht schon nicht mehr ganz in der materiellen Welt gebunden ist, deine Liebe wahrnehmen.

Ihm verleiht sie Freiheit.

Flügel.

Dir schenkt sie das tiefe Gefühl des Verbundenseins.

Präsenz.

Stärke.

Trost.

Sie hält Dein Herz weich und offen.

 

Du fühlst dich verletzlich und dennoch stark.

Fähig, intuitiv und mit allen Sinnen zu kommunizieren.

 

Leben für Fortgeschrittene!

Probier es aus!

Nur weil wir  Liebe nicht unbedingt sehen können, ist sie trotzdem da.

Du siehst die Wellen auch nicht, die Worte durch den Aether transportieren und doch können wir zusammen telefonieren. Kannst du Radio hören.

 

Verwoben.

Wir sind alle verbunden. Über die Liebe bist du Teil des Feldes.

Alles reagiert auf dich – du reagierst auf alles. Bewusst oder Unbewusst.

Liebe trägt.

Ermutigt, baut auf.

Trägt durch die Zeit.

Die Schleier zwischen hier und dort.

 

Liebe macht dich zum Beteiligten.

Zum Teilnehmer.

Es gibt keine Zuschauer mehr. Jeder ist Teil des Feldes. Wirkt mit an der Liebe.

In dieser Atmosphäre ist jeder geborgen. Aufgehoben. Der, der geht, die die bleiben.

 

Wenn du die Angst vor der Welt ablegst, kannst du mit jeder Seele kommunizieren, ihr in Demut und mit ihrem Einverständnis auf der Seelenebene begegnen. Sie auf Ihrem Weg begleiten – bis in den Himmel.

 

 

Ich liebe Dich

Kyra

 

PS: Was, wenn nicht Zeit vielmehr die Liebe das Mass für ein Leben wäre?

Dazu: “Seasons of Love” – für DICH! Rock in peace!

http://www.youtube.com/watch?v=7S6-Gl6B2i0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Du meine Überforderung

ERWACHEN FÜR TOD / Episode 7

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie ich in einer der herausfordernsten Phasen meines Lebens Angst und Überforderung gemeistert habe. Kraft und neues Potenzial für mich gewonnen. Und ausserdem biete ich dir an: Lass uns mal reden! und gemeinsam einen Weg aus deiner Überforderung erkunden. Wie du zu dieser kostenfreien Beratung von mir kommst, erfährst du am Ende des Artikels.

Krebs ist oft ein erbarmungsloser Herrscher. Er stellt im menschlichen Körper sowie in seinem Umfeld ein Milieu her, das ihm Wachstum und Ausdehnung erlaubt. Und so sehr du dich auch dagegen wehrst, er kennt Methoden, dein ganzes Leben zu beherrschen und das des Umfeldes mit dazu. Überforderung – Überforderung permanent. Angst, Hilflosigkeit und Ohnmacht werden zu allgegenwärtigen Begleitern. Krallen sich fest. Und es braucht manchmal einiges an Mut, Kraft, Auseinanderfallen, Kreativität, Klarheit, Selbstvertrauen und Ausgerichtetsein, um dich von diesen peinigenden Klauen in deinem Nacken zu befreien…………. Die gute Nachricht: Je mehr du zulassen kannst, dass alles zerfällt – desto klarer findest du dich selbst. Das garantier ich dir als bewährte Angstknackerin.

 

Überforderung basiert auf Angst

Angst ist ein schlechter Ratgeber, sagt man. Und in sehr belastenden Lebenssituationen – wenn eine todbringende Krankheit und ständige Unsicherheit das Regime führen, fällt es oft noch schwerer, sie als das zu erkennen, was sie wirklich ist:

Angst ist nur Angst – nichts weiter. – Das kann dir jeder Held bestätigen.

Wenn du sie mal durchschaut hast, kannst du sie zwar fühlen. Sie hat aber keine Macht mehr über dich. Und du gehst jenseits der Angst unbeirrt und konsequent deinen Weg.

Was sich so leicht schreibt und liest, ist im Alltag gar nicht so einfach. Stell dir vor, du kommst am Morgen die Treppe runter und in deinem Herzen spürst du schon die bange Frage, was du im Krankenzimmer gleich sehen wirst?

Ob dein geliebter Patient wohl noch lebt? Vielleicht hast du ja in den wenigen Stunden, in denen du dir Schlaf gegönnt hast, oder er dich einfach übermannte, etwas überhört.

Ob er wohl wieder wie ein Häufchen Elend schmerzgekrümmt, zitternd, ergeben im Bett höckelt und du weisst, du hast wenig an Trost und Erlösung anzubieten.

Du gehst in die Küche und dein erster Blick fällt auf ein Arsenal von Medikamenten

Schmerzmittel, Opiate, Verdauungstropfen, Abführsirup, Aufbautröpfchen – Vitamine, noch mehr Schmerzmittel, Magenschutz, Pillen gegen Übelkeit, Reaktionen der Chemotherapie – Medikamente gegen die Unverträglichkeit anderer Medikamente. Schlafmittel, Pülverchen, Dragees, Tropfen……………

und du weisst, sie gaukeln ein Versprechen vor, sind aber bei gewissen Krebsarten oder in gewissen Stadien doch bloss Ausdruck ärztlicher Überforderung.

Ein weiterer Versuch. Tappen im Dunkeln. Wenig davon ist wirksam……………….. und wenn, dann nur kurze Zeit.

Die aus Not und Unsicherheit geborenen Telefonate mit dem behandelnden Arzt sind für alle unbefriedigend. Sie bringen keine Lösung nur noch mehr Medikamente ..……… Frust, Wut – Grenzen.

Und in dir der Wunsch, dich einfach zu verkriechen.

Kennst du das auch?

Du raffst dich auf, ein liebevolles Essen zu kochen, denn du weisst, die meisten Krebspatienten verhungern.

Dein Partner wankt zum gedeckten Tisch, schaut kurz auf die Speisen, dreht sich weg, die Hand vor dem Mund. Dass genau das auf dem Tisch steht, was er sich noch kurz zuvor gewünscht hat, spielt keine Rolle. Sein Danke ändert auch nichts. Und auch nicht sein Kummer, dass er dir das alles antut – zumutet.

Du räumst den Tisch ab, versuchst es eine Stunde später mit einem anderen Angebot… erntest wieder Enttäuschung. Sitzt alleine am Tisch. Nicht einmal Flüssigkeit will der kranke Körper aufnehmen.

 

Die Angst hockt an der Eingangspforte

Notfallbesuche im Krankenhaus häufen sich. Die Angst hockt an der Eingangspforte, empfängt dich. Das gesamte Emotionalfeld des Krankenhauses wabbert. Dein Herz, dein Magen ziehen sich zusammen. Vielleicht nimmst du es wahr, vielleicht auch nicht.

Chemotherapie. Aufbauinfusionen. Endlose Gänge.

Jedes Zimmer schwer befrachtet mit Schicksal.

Ärzte und Schwestern kommen und gehen. Stunden vergehen, Untersuchungen von Aussen, von Innen – am liebsten möchtest du deinen Patienten wieder mitnehmen – nur raus aus dieser Maschinerie, diesem ständigen Gefühl von Beklemmung. Der bohrenden Frage: was kann oder soll ich tun? Wann ist dieser Spuck endlich vorbei!?

Angst verwirrt dich – ist ein Spiel in den Grenzen von richtig und falsch. Drama ohne Ende.

Freunde, Bekannte rufen an. Immer wieder bestehen sie darauf, dass sie ein Wundermittel kennen, einen Spezialisten, Schamanen, Magier. Sie schwören auf Aprikosensteine, Silber, wissenschaftliche, neue Methoden und und und….

Sie wollen dir lieber einen Ratschlag geben, dir endlose Berichte schicken als der Realität, dem Tod ihres Freundes ins Auge sehen.

Und du erwischt deinen Kranken, wie er in seiner Verzweiflung Zugesandtes, Angepriesenes schluckt und es nervt unglaublich, denn als Heilerin, die ich bin, lese ich von seinem Körper, dass er das alles nicht an- und aufnehmen kann, selbst wenn es vielleicht schon vielen geholfen haben mag.

Und du fühlst dich ratlos, alleine, überfordert…………………. Fühlst dich als Spielverderberin. Weisst erst mal nur was nichts nützt.

Hast ausser Liebe, Mitgefühl, deinem Dasein und der unausweichlichen Wahrheit nicht viel anzubieten, denn auch deine Behandlungen helfen nur kurzfristig, sind allenfalls Seelenbalsam, Geschenke achtsamer Berührung, Zuwendung, Klärung aber eben keine körperliche Heilung.

Dass genau das ein riesengrosses Geschenk war, wurde mir erst im Rückblick bewusst. Im Moment hab ich es nur gelebt.

Zu allem Überfluss poppte in mir die Stimme hoch, die ich schon seit Kindheit kannte: „ Du bist nicht gut genug.“

Mein Herz krampfte:

Unstillbares Heimweh
schon jetzt.

Die Liste der Dinge, die einen in solchen aussergewöhnlichen Stresssituationen überfordern, liesse sich endlos weiterführen. Fakt ist,

du weisst nicht, wie du überleben sollst. Und du bist nie sicher, ob du aus diesem Sturm heil herauskommen wirst.

 

Wage es – es lohnt sich

Raus aus der Sackgasse, bloss raus! Ich hielt inne – inmitten meines Gefühlschaos, meiner Gedanken-Endlosschlaufe. Liess in der Stille einfach alles in mir aufbrechen, was aufbrechen, wegbrechen wollte. Makeup zerflossen, Haare ungekämmt, durchgeschüttelt….

Und das kann ich auch dir nur raten, wenn du jemals wieder in einer vergleichbaren Situation steckst. Halte inne, heul dich aus, lass dich vom Leben, der Situation aufbrechen und dann, wenn die Tränen versiegt sind…

Erlaube dir, in die Stille einzutauchen – egal wie voll dein Kalender grad ist.

Atme! Ahhhhhh!

Ich begann der Lehre meiner Seele, meines Herzens zuzuhören……
Ich begann der Lehre meiner Seele, meines Herzens zuzuhören… und sie spricht eine ganz andere Sprache als der Verstand, als die Angst….

 

Jeder Moment ist eine Einladung, dich selbst in deinem ganzen Potenzial zu entdecken – in deiner Kraft, deinem Mut, deiner Schönheit….

Ich wurde still, lauschte, fraglos …… weiter und weiter in die Stille hinein. Ich tat nichts – ausser der Stille mehr und mehr Raum zu geben in mir und um mich herum.

Ich erkannte mich als Suchende, die bei Ärzten, Büchern und den Sternen Antworten suchte, die es so da nicht gab. Ich wollte Sicherheit – ich stiess an Grenzen.

Egal in welche Richtung ich auch suchte und lief. Ich wurde immer wieder auf mich selbst zurückgeworfen.

Es gab kein Entrinnen aus dieser Situation – meinem Leben. Und so setzte ich mich endlich ruhig in eine Ecke meines Herzens, begann der Lehre meiner Seele, meines Herzens zuzuhören……

Und es war unbeschreiblich. Fühlte sich an, als würde sanft Schleier um Schleier vor meinem Herzen weggezogen.

Und sobald ich bereit war, der unausweichlichen Wahrheit ins Gesicht zu schauen, war meine Angst weg.

 

YAMMMMMMMM – Intuition basiert auf Glauben und Vertrauen.

Mein Fokus, meine eigene Ausrichtung veränderten sich radikal.
Ich gönnte mir Entspannung.
Die Angst war hin und wieder Gast. Ich konnte ihre Präsenz fühlen, liess mich aber nicht mehr von ihr leiten. Angst war Angst, nicht mehr und nicht weniger.
Ich lernte leben in der Ungewissheit.
Ich lernte mich wohl zu fühlen in meinem Unwohlsein.
Liebe regierte mein Leben, meine Handlungen.
Ist das nicht unglaublich?

Immer öfters suchte ich in mir den Ort des Nichtwissens auf.

Und ich weiss, diesen Ort gibt es auch in dir.

Hier gab es keine Diagnosen, keine Prognosen…..nichts zu wissen, zu können, zu wollen. Nichts. Nichts als Liebe. Und manchmal ein zarter Duft……………….

Und in meinem Innern ein langgezogenes Yammmmm…

Ich erkannte von diesem Punkt aus, was ich zu tun oder zu lassen hatte. Yammmm…

Keine Zweifel, kein du musst oder solltest, keine Schuldgefühle. Der nächste Schritt war einfach und klar. Resultate interessierten hier nicht.

Mein Wissen, meine Weisheit offenbarte sich mir ganz direkt.

Oftmals erst als Gefühl, als leisen doch unmissverständlichen Impuls, der mich bei der Hand nahm und führte…. Yammmmm…

Jenseits der Angst entdeckte ich neue Kraft, meine verloren geglaubte Kreativität, eine Fülle an Möglichkeiten. Yaammmm… Geschenke.

Und auf Knien verneigte ich mich vor dem, was da in mir erwachte: tiefe Dankbarkeit. Liebe, die nichts wollte als aus mir rausfliessen.

 

Mein Herz – mein Leitstern

Mit meinem Herzen als Leitstern, konnte ich neue Risiken eingehen, wurde ich wieder autonom und handlungsfähig. Ich folgte vertrauend meinen Impulsen, meinem Ruf. Schritt um Schritt. Und mit jedem Schritt wuchs mein Selbstvertrauen. Yammmmmmm…

Mit jedem Schritt erblühte in mir die Bereitschaft, mit allen Konsequenzen meines Tuns gut zu leben. Die Herausforderungen meines Lebens anzunehmen. Die Sicherheit, das richtige zu tun. Yammmmmm…

 

Die Wirkung eines Lebens – jenseits der Angst – ist frappant.

Freiheit bekam einen neuen Inhalt, einen neuen Geschmack!

Dankbarkeitshonig!

 

Ich widme diesen Beitrag in tiefer Verbundenheit all den wunderbaren Freunden, Helden und Freudenbringer meines Lebens, die an Krebs gestorben sind. Allen Frauen und Männern, die ich bei so vielen Spitalbesuchen begegnen durfte. Ihren Angehörigen, die wie ich mit viel Mut ihren Weg durch diese schicksalhafte Zeit gesucht und gefunden haben.

 

Alleine können wir nicht lernen, verletzlicher und mutiger zu sein. Unterstützung anzunehmen ist manchmal der erste Schritt. Ich bin da!

Ich freue mich, dir auf deinem heiligen Weg der Transformation helfen zu dürfen.

Ich bin erfahren im Ängste knacken, eine weise Beraterin und Mutmacherin.

Wenn du meine persönliche Unterstützung möchtest in Fragen der Sterbebegleitung, wenn du unbedingt mal ein Ohr brauchst, eine Anregung, wie du in schwierigen Zeiten gut für dich selbst sorgen kannst, wie du jenseits der Angst leben könntest oder einfach meine Arbeit näher kennen lernen möchtest, dann lade ich dich ein zu einer kostenfreien 20-minütigen Skype- oder Telefonsitzung. 

Schreibe dich hier ein für meinen Newsletter und such dir danach einen passenden Termin für unser Gespräch. 

Oder schicke mir eine e-mail an kyra@der-weg-der-goettlichen-diva.com. (falls es nicht klappt mit dem Übermitteln, kopiere bitte die Mail-Anschrift in deine Mail!) Gerne erfahre ich von dir, was deine grösste Herausforderung gerade ist.
Ich werde jede Mail beantworten.

Ich freue mich auf dich!

In Liebe:

Kyra

Diagnose unheilbar

ERWACHEN FÜR TOD 6:

KREBS – noch immer stockt mein Atem einen Moment, fühle ich mich in den Bauch getreten, wenn ich das Wort höre. Wenn dann noch die medizinische Diagnose unheilbar dazukommt, fühlt sich das an wie ein ganz persönlicher Tsunami. Der Boden unter den Füssen ist einfach weg und die Wucht der Welle, die die Diagnose auslöst, trägt dich weg, spült dich in ein unbekanntes Land. Und wenn du den ersten Schreck überwunden hast, wieder auf den Beinen stehst, sieht die Welt verändert aus.

Alles ist anders.

Fragen, Fragen, ängstliche Fragen umgeben dich. Und wenn du schon lange auf dieser Erde gewandelt bist vielleicht Demut.

Das das mach ich dann irgendwann, das mach ich wenn ich in Rente bin, gibt’s plötzlich nicht mehr! Und es wird dir bewusst, es gibt nur noch Jetzt-Zeit.

Gott sei Dank, ich bin gesund. Doch ich sass neben einem Mann – meinem geliebten Lebenspartner – dem die Diagnose unheilbar aus heiterem Himmel zuteil worden war. Und ich wusste im selben Moment, Abspringen vom Rad, hinein in die selige Leidlosigkeit, passt für mich nicht.

Ich ergreife das Wort, stellvertretend für die Sprachlosen, im Leiden gefangenen.

Ich kann nicht einfach weitermachen wie bisher. Weitermachen als sei niemand aus dem Leben gestürzt als hätte ich den grossen Riss im Fundament des Lebens nicht gesehen.

Und so  wünschte ich mir, was die Theologin Dorothee Sölle so trefflich formulierte: meine Worte seien wie Brot, meine Texte voll Klarheit und konkreten Lebens, ehrlich, genau, licht. Und aus jedem schalle die Botschaft: So ist das Leben. Lebe!

Gemeinsam haben G. und ich in den verbleibenden Monaten versucht, den Tod anzunehmen. Frieden zu finden, Frieden zu sein. Eine Herausforderung der Extraklasse.

Tod annehmen heisst nicht seinen Schmerz verleugnen. Es ist ein Versuch, ihn einzubeziehen ins Leben. Mein Leben!

Gemeinsam haben wir in der Brüchigkeit des Lebens, Trauer in Kraft verwandelt. In der Nähe des Todes Stille erfahren und die Gewissheit: Gott ist nah. Wir sind getragen. Eingewoben. Eins.

 

Ankommen. Heimkommen – zu mir.

Tanzen.

Tanzen nicht als freudiger Akt.

Tanzen als Ausdruck eines lebendigen tiefen Schmerzes.

 

Wenige Wochen nach der Beerdigung meines Partners habe ich wieder angefangen zu tanzen – nach den 5 Rhythmen (nach Gabrielle Roth). Angefangen einen Ausdruck zu finden, für das, was sein Tod in mir hinterlassen hat.

 

Und die, die tanzten, wurden für verrückt erklärt von denen................

 

Ich folge der Weisheit meines Körpers.

Minutenlang schüttle ich mich auf der Tanzfläche. Nehme meinen Raum ein.  Ziehe mich erneut in mich zurück. Werde still und reglos. Lausche achtsam auf die Botschaft aus meinem weiblichen Körper. Aus der Tiefe meiner Seele. Mein Seufzen erlöst sich in einem ausladenden Tanzschritt. Mit geöffneten Armen. Der Oberkörper fällt vornüber.

Ich strauchle, stolpere, suche nach dem passenden Schritt, der sich richtig anfühlenden Bewegung. Ich überlasse meinen Füssen die Führung. Und irgendwann – irgendwann stehe ich da, meine Arme geöffnet zum Himmel. Mein Puls rast. Schweissperlen stehen auf meiner Stirn. Der Schweiss enthält meine Gebete.

Das Blut kreist in meinen Adern und singt das Lied des Lebens.

Erst jetzt nehme ich wirklich wahr, dass andere mit mir im Raum tanzen. Meine Füsse heissen mich auf die Mittanzenden zuzutanzen, sie anzusehen. Mich zu zeigen. Jetzt! Sie auf eine kurze Begegnung einzuladen. Jetzt!

Sie in meinem Leben willkommen zu heissen – so wie alles andere auch.

Jetzt!

Ich löse mich aus der Begegnung.

Nehme Abschied.

Leb wohl, leb wohl!

Wie schwer ist es zu sterben, wenn man nicht wirklich gelebt hat!

 

 

Leben heisst auch, sich zeigen.

Mal ganz ehrlich: wie sieht es bei dir aus? Lebst du wirklich?

Wo bist du gefangen? Blockiert? Leblos?

Wo versteckst du Dich? im Schmerz, in der Arbeit….

Mach den ersten mutigen Schritt, teile dich mit in einem Kommentar.

Und wenn du Unterstützung brauchst, ich bin für dich da, begleite dich zurück ins Leben.

Schick mir eine mail an kyra@der-weg-der-goettlichen-diva.com oder mach einen Skype-Termin mit mir aus! Du findest mich unter kyrasiebenschein auf Skype.

Und wenn dir meine Beiträge hilfreich waren, dann like sie bitte, teile sie gerne mit Freunden, denn auch sie stecken möglicherweise irgendwo grad fest, erleiden Schmerz, Verluste, Trennungen…….

 

LoveRumi ♡ – Choose 
 https://www.youtube.com/watch?v=l45JiOIL8WU

 

 

 

Mitten aus dem Leben eine grosse Umarmung:

Kyra

 

 

Segen empfangen

ERWACHEN FÜR TOD 5: Als Begleitperson im Sterbeprozess tendieren wir dazu, dem Sterbenden laufend etwas Gutes tun zu wollen. So vergessen wir manchmal, dass auch Sterbende uns gerne noch was schenken möchten, die Beziehung in Balance halten wollen. Dass manch Betroffener sich abhängig fühlt, sich gar zurückzieht, weil er glaubt, nichts mehr geben zu können.

Während der letzten drei bis vier Lebenswochen, die mein Lebenspartner auf einer wunderbaren Palliativstation verbrachte, liebte er es manchmal, von mir mit Rosenwasser gewaschen zu werden. Genoss es, wenn ich ihm liebevoll alte Geschichten und die Erdenschwere von den Füssen abwusch, ihn beim Abschied segnete. Ihm die Freiheit gab, auch während meiner Abwesenheit seinen Körper verlassen zu dürfen, wenn es für ihn richtig war.

An einem sehr heissen Sommertag des Jahres 2015 setzte ich mich nach unserem kleinen Waschritual schweigend an G.s Bett.  Er nahm meine Hände in die seinen, dankte mir leise.  Lange sahen wir uns an. Schweigend im Sein. Schwingend in Liebe. Seine Augendeckel fielen immer mal wieder zu.

Dem anderen Anteil geben an der Macht des Lebens

Meinem Impuls folgend sagte ich in die Stille: ich hätte noch eine Bitte an dichwürdest du mich segnen?

Eine Welle von Freude. Seine Augen lächelten. Er schloss die Augen und ich konnte fühlen, welche Anstrengung es für ihn war, sich zu konzentrieren. Doch mein Anliegen bedeutete ihm viel. Leise und liebevoll murmelte er seinen Segen für mich, seinen Dank, seine Wünsche, seine Herzensgebete.

Uns beiden liefen die Tränen über das Gesicht als er mir sanft mit seinem Daumen das Kreuz auf die Stirn zeichnete.

All seine Zuneigung und Zärtlichkeit hat er in diesem Moment in den Mantel meines Lebens hineingewoben. Und ich hörte in diesem Moment eine Botschaft, die er so nicht laut ausgesprochen hatte: „Was ich kann, das wirst du auch können – sterben.

 

Erschöpft lehnte er sich danach in seine Kissen zurück. Frieden und ein seliges Lächeln lagen auf seinem Gesicht. Einer der innigsten, licht- und liebevollsten Momente unserer Beziehung. Gesegnet mit Tränen  – dem Wasser des Lebens.

 

Und wie wäre es möglich ohne Liebe?

Stille.

Und mit Begierde atmeten wir beide den Duft des heilig durchsichtigen Geheimnisses.

Als ich etwas später den Raum verliess, erfasste mich eine grenzenlose Liebe zum Leben.

 

Der Tod war nicht das Nein zum Leben, nicht der absolute Gegensatz und feindliche Widerspruch, sondern der andere Pol: kein Leben ohne Tod.

 

Ich ging spazieren.

Stand am Rande einer Wiese.

An einem Mittag im hohen Sommer.

Ich stand und sah,

wie das Gras sich neigte;

grossflächige silberne Wellen schlichen darüber hin,

kaum merklich,

gleichmässig wie Atemzüge eines Schlafenden.

 

Mit weit offenen Herzen segne ich heute auch dich, meine liebe Leserin,mein lieber Leser, berühre dich mit  meiner Liebe, deinem Licht, deinem Himmel – Möge dein Licht auf der Erde scheinen.

Kyra

 

Ein „gefällt mir“ von dir, ein Kommentar sind mir Segen, verweben uns in der Gemeinschaft des Lebens. Herzlichen Dank!

 

 

 

 

Menscheln

ERWACHEN FÜR TOD 4: Die Kommunikation von Herz zu Herz ist/bleibt im Vorhof des Todes unendlich wichtig. Das Menscheln auch.

Trotz aller Achtsamkeit ist es nicht immer einfach, ganz bei sich, ganz beim Gegenüber zu sein. Gestatten wir uns Mensch zu sein, Fehler zu machen und bis zum Ende voneinander und miteinander zu lernen wie liebevolle, wahrhaftige Kommunikation gemeint ist. Alles andere ist furchtbar anstrengend.

 

Ich erinnere mich.

Es ist etwas mehr als ein Jahr her.

G. hatte in der Apotheke seine Medikamente gegen Übelkeit und Nebenwirkungen der Chemotherapie abgeholt. Das Säckchen aus der Apotheke lag im Eingang. Ich schaute hinein und sah neben den vielen neuen Medis einen Bildkalender für das kommende Jahr. Die Bilder schienen mir hässlich, lieblos zusammengetragen und ich fragte mich, ob ich den Kalender wortlos entsorgen sollte.

Die Vorstellung bald eine Kalendersammlung unerwünschter und ungenützter Kalender im Haus zu haben, nervte. Und die vielen Medikamente, die schlussendlich auch noch auf meinem Küchenbord liegen würden, so dass man sie – wann immer man die Küche betrat – sofort sah, nervten irgendwie auch.  Ich sah schon die Papierstapel, die ich demnächst würde entsorgen müssen. Behutsam sagte ich deshalb zu G.: „Du bringst mir jetzt aber bitte nicht jeden Kalender, den man dir anbietet nach Hause und schon gar nicht, wenn sie so nichtssagend sind, wie dieser hier.“

Schweigen!

 

Ich ging ins Zimmer, in dem G. sass  und sich von seiner Einkaufstour erholte. Ich schaute ihn fragend an.

Da liefen ungehemmt Tränen über sein Gesicht. „Ups! Habe ich was Falsches gesagt?“ Staunte ich.

„Nein, nein,“ sagte er. „Du hast ja Recht. „ Wieder liefen Tränen.

„Es ist nur – ich war so gerührt, dass mir – mir todgeweihtem Mann – jemand einen Kalender gab. Einen Kalender für das kommende Jahr. Dass mich also noch jemand im nächsten Jahr leben sehen hat.“

Nun war es an mir gerührt zu sein. Und meine Seelenfensterchen vom Tränenwasser reinigen zu lassen.

 

Wie dankbar war ich für diese Lektion.

 

Wie dankbar war ich meinem geliebten  Partner, denn er zeigte mir in den folgenden Wochen und Monaten, mit wie viel Liebe ich Menschen begegnen kann.

Verletzungen passieren manchmal, auch wenn wir es nicht wollen.  Denn jeder von uns hat seine je eigene Geschichte, seine persönlichen Erfahrungen. Narben vom Leben.

G. und ich waren uns einig, wie wichtig es für uns war, wahrhaftig zu sein, wahrhaftig zu sagen, was wir fühlten und keine geschützte Zone einzurichten nur weil das Todesschwert über uns hing. Wir waren uns auch bewusst, dass es vielleicht nicht immer gelingen würde.

 

Menscheln

Frei Schnauze aber stets auf Herzwelle – wann immer es möglich war! So wollten wir es halten.

Und so haben wir gegenseitig viel über die Befindlichkeit des andern erfahren, konnten uns besser nähren, halten, begleiten.

 

An diesem Tag habe ich aufgehört, mir ständig zu überlegen, was ich sagen konnte oder durfte. Ich beschloss Menschin zu sein, meinem geliebten Partner meine Wertschätzung dadurch zu zeigen, dass ich ihn nicht laufend schonte, nur noch „Blümchensprache“ mit ihm redete und dabei im Innen verstummte. Überfordert vor mich hingrumelte. Genervt schwieg.

 

Lebendige, aufrichtige Beziehungen sind das A und O.

Auch im Sterben. Gerade im Sterben. Das Wissen und Fühlen um die Verletzlichkeit und Dünnhäutigkeit aller die Grundlage.

Übrigens ich habe G.s Söhnen den Hinweis mit dem Kalender weitergegeben und sie haben ihn zu seinem Geburtstag zwei Wochen später einen wunderschönen Kalender mit Bildern von sich und den süssen Enkelkindern geschenkt…………….

 

wire sculture by fantasywire

Wenn das Gespräch zwischen zwei Wesen gelingt, ist es einfach nur wunderbar und beide fühlen sich leicht und beschwingt.

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine gelingende Wintersonnenwende, wahrhaftigen Austausch mit der Natur, mit dir selbst, und allen Wesen und Welten.

 

Ich sehe Dich: Kyra

 

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Herzensworte – Lebensworte

ERWACHEN FÜR TOD 3: Die mächtigsten Gedanken werden im Herzen gemacht.

Jedes Wort, jede Handlung kann über Leben und Tod entscheiden…Die Macht der Worte und Gesten wurde mir anfangs meiner Praxistätigkeit vor etlichen Jahren ganz deutlich bewusst. Eine Situation die mir unter die Haut ging, lehrte mich: die mächtigsten Gedanken werden im Herzen gemacht. In der Stille. 

Abends um 18 Uhr klingelte das Telefon.

Eine Klientin, die ich erst einmal zuvor gesehen hatte und die aus finanziellen Gründen maximal zwei Sitzungen mit mir vereinbart hatte, sagte mit kurzen Worten ihren bevorstehenden Termin ab. Sie fühle sich nicht gut, wolle ihren nächsten Termin annullieren.

Ich lauschte ihrer Aussage, blieb ein Moment still. Dann erwiderte ich: Ich habe verstanden, dass du den Termin morgen um 9 Uhr nicht wahrnehmen möchtest und habe das so notiert. Allerdings …. – wenn ich da reinspüre, überkommt mich das Gefühl, der Termin könnte für dich wichtig und wegweisend sein. Da der Termin nun schon mal reserviert ist, sage ich dir jetzt einfach mal zu, dass ich morgen um 9 Uhr in der Praxis sein werde. Dies ohne jegliche Verpflichtung für dich, zu erscheinen. Ich möchte einfach nur, dass du weisst, ich werde da sein, falls du mich brauchst. Wir können reden, gemeinsam schweigen oder auch bloss eine Tasse Tee zusammen trinken.

Nun schwieg die Klientin eine Weile. Dann sagte sie mit tränenerstickter Stimme: Ich habe mich gestern Abend umbringen wollen. Heute hatte ich einen Termin bei meinem Psychiater und der hat mir ganz lange ins Gewissen geredet und mir gesagt, dass ich doch eine 8-jährige Tochter habe und mich schon deshalb nicht umbringen dürfe! Für ein weiteres solches Gespräch habe ich einfach keine Kraft.

Mir stockte der Atem. Ich spürte Beklemmung. Es gelang mir gerade noch zu wiederholen: Ich werde da sein, zum Weinen, zum Reden, zum Schweigen, zum Tee trinken………… 10 Minuten, eine halbe Stunde, eine Stunde……………….

Das Gespräch war beendet und in meinem Hirn begann es zu rattern. Fast die ganze Nacht zog ich Register um Register. Wie konnte ich sie retten? Was konnte ich ihr sagen? Wie ihr begegnen? Die Frau hatte doch ein Kind……….! Und überhaupt wie begrüsst man jemanden, der sich am Vortag das Leben nehmen wollte? Trug ich ein rotes Kleid, könnte sie mich als unsensibel erachten. Trug ich ein schwarzes Kleid, könnte sie sich fragen, ich bin doch noch nicht Tod, warum trägt sie schwarz? Oder durch das Schwarz meiner Kleider gar in eine Depression verfallen. Einfach nur zu fragen: „na, wie geht’s“ war auch nicht angebracht………….

 

Angstfrei werden

An Schlaf war in dieser Nacht nicht zu denken und je näher der Morgen kam, desto ruheloser wurde ich. Solange ich mir die Verantwortung für ihr Leben auferlegte, hatte jedes Wort, jede Geste die Macht über Leben und Tod zu entscheiden………

Dann plötzlich die erlösende Erkenntnis:

Ich kann die Verantwortung für ihr Weiterleben gar nicht tragen. Ich  übergebe sie in grössere Hände!

 

Der mächtigste Gedanke wird im Herzen gemacht.

Dann endlich konnte ich mich zur Meditation hinsetzen und mich leer, leer, leer laufen lassen.

So lange bis ich bereit war, all meine Grenzen aufzugeben. Mich für  eine Lösung ausserhalb meiner bisherigen Grenzen zu öffnen.

 

Ich sehe DICH – ist so ein schöner Satz.

Vollkommen leer und ruhig ging ich am kommenden Morgen in meine Praxis. Ich war in Kontakt gekommen mit dem Teil von mir, der manchmal auch die Schnauze voll hat und einfach nicht mehr weiter weiss und mag.

Der Rest ist bald erzählt. Meine Klientin kam, dankte mir für meine Bereitschaft da zu sein und leicht fanden wir den Einstieg in unser Gespräch indem ich ihr den Boden bereitete mit meiner Aussage: Ja, wir alle – auch ich –  kennen diese Momente, wo alles zu viel, zu schwer, zu schwierig ist. Wo erstmal kein Weg weiterzuführen scheint……………….. Tränen kullerten. Wir lachten, tranken Tee, hielten uns im Arm und eine grosse Last fiel ihr und mir während des Arbeitens von den Schultern.

 

Wenn wir von unseren Bewertungen runterkommen und andere SEHEN geschieht Heilung.

Die Klientin und ich, wir haben uns nicht wiedergesehen. Aber in meinem Herzen wusste ich, die Frau ist überm Berg. Sie fühlte sich wahrgenommen, gehört und getragen. Ihre Einsamkeit, ihr sich alleine und getrennt fühlen, hatte sich in ein vertrauensvolles Angenommen sein verwandelt und daraus zog sie neue  Kraft. Sie war wieder eingewoben ins grosse Lebensgewebe.

 

Ich sehe DICH – ist so ein schöner Satz. Gerade über die Festtage fühlen sich viele Menschen einsam, überfordert, verzweifelt. Warten wir nicht, bis sie aus Ratlosigkeit sich selbst verletzten oder gar töten. Lauschen wir achtsam auf ihre Worte und Gesten und binden wir jeden einzelnen ein, ins grosse Lebensgewebe, das Gespinst , das wir Liebe nennen.
Ich sehe DICH – ist so ein schöner Satz. Gerade über die Festtage fühlen sich viele Menschen einsam, überfordert, verzweifelt. Warten wir nicht, bis sie aus Ratlosigkeit sich selbst verletzten oder gar töten. Lauschen wir achtsam auf ihre Worte und Gesten und binden wir jeden einzelnen ein, ins grosse Lebensgewebe, das Gespinst , das wir Liebe nennen.

 

Lachen bis zum Schluss

Teil 2 von Erwachen für Tod ist dem Lachen gewidmet. Weinen in schwierigen Momenten des Lebens darf sein, soll sein. Hat seine Berechtigung. Seine Heilkraft.  Sterben ist ein Übergang. Ein Prozess. Er darf auch leicht sein.  Lachen bis zum Schluss macht ihn leichter, trägt uns wie Engelsflügel. Nicht das, worüber wir gelacht haben ist kostbar – sondern das Gefühl von Lebendigkeit, von Gemeinschaft macht diese Augenblicke so teuer.
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Kennst du das, du betrittst ein Kranken- oder Sterbezimmer und alle sind leise, benehmen sich betreten, verhalten, vermeintlich rücksichtsvoll? Sind wie gelähmt vom nahenden Tod? Und du platzt herein, mitten aus dem prallen Leben, randvoll mit Lebensfreude. In deinem bunten Sommerkleidchen…… Du schaust dem Sterbenden liebevoll offen ins Gesicht.  Siehst, dass er heute ganz präsent und bei sich ist. Wirfst ein fröhliches Kickericki in die Runde? Und erntest vernichtende, abstrafende Blicke?

Haben die alle vergessen, dass wir uns hier einfinden, um die Vollendung eines Lebens zu begleiten, zu feiern? Zeuge zu sein für gelebtes Leben?  Kennen die die Heilkraft, das Befreiende des gemeinsamen Lachens nicht? Können die Sterben und Tod bloss als Abstieg, als Scheitern erleben?

Natürlich ist es Sterbenden und ihrem Umfeld nicht immer leicht und fröhlich ums Herz – aber warum eigentlich nicht?

Der Alltag mit Sterbenden bietet so viele Möglichkeiten zur  Situationskomik. Immer wenn ich an den nachfolgenden Dialog zurückdenke, verströmt sich mein Herz. Und manchmal  füllen sich meine Augen mit Tränen – Zärtlichkeitstränen.

 

Einige Tage vor G.s Tod: Ich kam ins Zimmer und G. sass an der Bettkante, ganz offensichtlich bemüht aufzustehen.“ Oh, wo willst du denn hin, Lieber? „

Ohne mich anzusehen, sagte er: „ ich muss hier links abbiegen.“ „ Aha!“ sagte ich und versuchte zu sehen, was es da wohl geben könnte, das ihn rief. Ich sah nicht, erkannte nicht, welche Bilder er im Innen wohl sehen mochte. Welche Unruhe ihn trieb.

Also sagte ich ihm: „weisst du, es ist gerade keine Schwester im Zimmer und wenn du jetzt aufstehst, kann ich dich vielleicht nicht halten. Vielleicht magst mir aber sagen, was du da drüben möchtest und ich hole es dir.“

Noch immer stand ich vor ihm.

 

Er schüttelte den Kopf: „Frau geh einfach weg! ich muss jetzt hier links abbiegen!“

Also setzte ich mich neben ihn aufs Bett.

Erneut schüttelte er den Kopf, sagte bedächtig:

„F r a u e n   v e r s t e h e n   d a s   e i n f a c h   n i c h t.“

Ein kurzes Schweigen. Auf meinem Gesicht ein breiter Grins.

Wieder schüttelte er den Kopf.

Dann:  „es ist einfach schwierig. Die Chemie zwischen Frauen und Männer…………………… i s t  e i  n f a c h  s c h w i e r i g !“

Dann wir beide auf dem Bett – lachend. Ein Lachen hüpfend wie farbige Perlen, die auf den Boden fallen……………..

Wenig später konnte ich G. ohne weiteres wieder ins Bett bringen und er philosophierte gelassen weiter über Frauen und Männer, Chemie und Physik.

Die Atmosphäre im Raum war jetzt entspannt. Nähe, Leichtigkeit und Freude füllten ihn. Das Gefühl von tiefem Verbundensein durchströmte unsere Herzen.

 

Ein Glücksmoment  im Angesicht des Todes.

Wann immer ich an diesen Moment zurückdenke, fühle ich seine Süsse. Wie ein schwarzes Stückchen Schokolade, das langsam auf meiner Zunge zergeht.

Einen Augenblick hatten sich alle Schleier gehoben. Wir hatten gemeinsam die Vollkommenheit dieses Moments erkannt. Gelebt.

Das Mantra „Ich ehre die Schönheit dieses perfekten Moments“ begleitet mich seither. Gerade in schwierigen Zeiten.

Atme da hinein – und wenn du gelebt hast, dann wirst du es spüren!

wie gerne würde ich heute mit dir lachen, wie dankbar bin ich für jedes gemeinsame Lachen - bis zum Schluss. Unvergänglich. Kostbarkeiten. Wegzehrung.
Wie gerne würde ich heute mit dir lachen, wie dankbar bin ich für jedes gemeinsame Lachen – bis zum Schluss. Unvergänglich. Kostbar. Wegzehrung. Jedes Lachen ist eine Liebesgeschichte, eine LIebeserklärung an den Augenblick. Jeden Augenblick ausgekostet, in der Situation verblieben bis zum Letzten, im festen Glauben, dass sich dahinter etwas anderes für uns zeigen wird.

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Erwachen für Tod

Erwachen für Tod wird auch als Titel über meinen nächsten Blogbeiträgen stehen. Erwachen für Tod lädt dich ein, nicht wegzusehen, wenn Menschen auf ihrer letzten Lebensmeile nackter und nackter sich zeigen. Ist eine Einladung,  selbst nackt, verletzbar und zerbrechlich zu werden, um wahrhaftig begleiten zu können. Begleiten in den Tod – auf dem ganz persönlichen und individuellen Weg ins Licht.  

Tod er-leben

Ich habe in einem einzigen Jahr das Sterben meiner drei nächsten und langjährigsten Freunde begleitet, unlängst das meines geliebten Lebenspartners mit allen Fasern er-lebt. Und jetzt gerade sitze ich oft bei meiner betagten Mutter. Freue mich über die kleinen Freuden, die sie vom Leben noch annehmen mag.  Hülle sie in meine Liebe. Sehe das Licht vom Licht in ihr und bin vor allem einfach da.

 

Gefühle mit Rosen ausgedrückt
Gefühle mit Rosen ausgedrückt

 

Da, wenn sie vor Schmerzen stundenlang schreit. Da, wenn sie darum bettelt, sterben zu dürfen. Da, wenn sie über die Gemeinheiten des Lebens jammert. Da, wenn sie bedürftig wie ein kleines Kind darum fleht, ich möge noch bleiben, doch bald wiederkommen. Da, wenn die Dämonen der Einsamkeit sie belagern. Da, wenn Bilder und Verletzungen ihres Lebens an die Oberfläche schwappen. Da. Da. Da. Ganz und gar präsent. Mit offenen Herzen. Und das ist manchmal auch bei aller Liebe eine echte Herausforderung. Denn es gibt Momente, wo  mir der Atem stockt, Beklemmung sich breit macht.

Nichtsdestotrotz empfinde ich es als grosse Ehre, die Frau begleiten zu dürfen, die einst so viel Zeit und Liebe für mich hatte.

Liebevoll betrachte ich ihre inzwischen kleine Statur, ihr runzliges Gesicht, ihre welken Hände, ihr vom Leben müder Körper, der meine erste Heimstätte auf dieser Erde war.

 

Meine Liebe hört ihr zu. Heilung passiert in uns beiden.

 

Je besser es mir gelingt, Sterben und Tod von innen zu sehen und zu begreifen – und nicht bloss als Zerfall von aussen zu betrachten – desto grösser wird mein Staunen. Meine Ehrfurcht ob der Heiligkeit dieses Prozesses. Der Gnade. Der Schönheit. Des Mysteriums.

So wie Schwangerschaft und die Geburt weibliche Mysterien sind, so ist auch das Sterben, der Tod ein Mysterium. Ein Mysterium, das wir mit dem Kopf nie ganz werden erfassen können.

In der heutigen Zeit kann ich mich zwar bewusst dafür entscheiden, ob ich schwanger werden will. Bin ich jedoch einmal schwanger, so muss ich mich dem Prozess hingeben, der  im Dunkel meines Körpers sich abspielt, ihm vertrauen.

Genauso verhält es sich beim Sterben, bei der Sterbebegleitung. Ich kann mich nur darauf einlassen, mich öffnen, mich berühren und rufen lassen………mich ungeschützt zeigen. Nichts anders sein wollen, als ich bin: ein Mensch. Und schauen, welche Lektionen, welche Geschenke, welche Herausforderungen, welche Wunder Sterben und Tod für mich bereithalten.

Die Beiträge „Erwachen für Tod“ sind mein  Dankeschön an all  jene wundervollen Menschen, die mich teilhaben liessen am letzten Stück ihres Lebensweges, ihrer Erkenntnisse und Wahrheiten.  Ihres Nacktseins.  Ihrer Freude, ihrer Ängste und Schmerzen, ihres Friedens………..Ich verneige mich in tiefem Respekt vor dem Schicksal, das sie für sich gewählt haben. Und ich verneige mich vor etwas Grösserem, Unfassbaren.

 

 

Ein gemeinsames Üben des Lebens im Moment. Ein Singen im Dunkeln.

Wenn du die Geburt eines Kindes, der Tod eines geliebten Menschen schon miterlebt hast, dann weisst du, diese Momente sind unauslöschlich eingeschrieben in unsere Herzen.

Ich teile meine Wahrheit über  Sterben und den Tod aus der Tiefe meines Herzens mit der Welt, mit Dir.

Momente, in denen Herzzerreissendes und Glücksgefühle oft ganz nahe in meiner Brust beieinander wohnten.

 

Sprechen über Tod und Sterben gehört noch immer  zu den Tabuthemen unserer Zeit.

Ich breche den Bann.

Ich zeige mich dir in meiner Verletzlichkeit.

Meinen Tränen.

Meiner Furchtlosigkeit.

Meiner Stärke.

Ich erhebe meine Stimme, die durch die Erfahrung von Sterben und Tod – mein aufgebrochenes Herz – noch weicher und zugleich klarer geworden ist:

Der Tod ist eine gute und barmherzige Lehrmeisterin – sie lehrt dich das Mysterium des Lebens, der Stille, der Leere, des Lauschens. Sie belehrt und tröstet auf geheimnisvolle Weise.

Ich habe Tod als Initiation erlebt.

Ein gnadenvoller Fluss, der mich tiefer und tiefer ins Leben führt.

Aufgenommen sein in einen wortlosen, bildlosen Strom.

Eine Umarmung.

Vielleicht alles, was man mit Gott erleben kann.

 

 

Erwachen für Tod.

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Samen
Samen

 

Und ich beginne hier mit einer kleinen Geschichte aus unbekannter Quelle, die ich vor langer Zeit wohl einmal gelesen und aufgeschrieben habe:

Ein Mensch, jung, betritt einen Laden. Er fragt den Verkäufer: Was verkaufen Sie? Die Antwort: Alles, was sie wünschen. Ja dann, sagt der junge Mensch, dann möchte ich das Ende aller Kriege und dass kein Kind mehr verhungert und dass die Menschen miteinander reden statt sich totzuschlagen und dass mehr Freude ist auf der Welt……… Der Verkäufer sagt: Aber wir verkaufen keine Früchte, nur Samen.

 

Samen.

Samen – sollen diese Beiträge sein. Samen die in deinem Leben, deinem Herzen vielleicht aufgehen und blühen im Namen all derer, die uns vorausgegangen sind im Leben, im Tod.

 

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