Du meine Überforderung

ERWACHEN FÜR TOD / Episode 7

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie ich in einer der herausfordernsten Phasen meines Lebens Angst und Überforderung gemeistert habe. Kraft und neues Potenzial für mich gewonnen. Und ausserdem biete ich dir an: Lass uns mal reden! und gemeinsam einen Weg aus deiner Überforderung erkunden. Wie du zu dieser kostenfreien Beratung von mir kommst, erfährst du am Ende des Artikels.

Krebs ist oft ein erbarmungsloser Herrscher. Er stellt im menschlichen Körper sowie in seinem Umfeld ein Milieu her, das ihm Wachstum und Ausdehnung erlaubt. Und so sehr du dich auch dagegen wehrst, er kennt Methoden, dein ganzes Leben zu beherrschen und das des Umfeldes mit dazu. Überforderung – Überforderung permanent. Angst, Hilflosigkeit und Ohnmacht werden zu allgegenwärtigen Begleitern. Krallen sich fest. Und es braucht manchmal einiges an Mut, Kraft, Auseinanderfallen, Kreativität, Klarheit, Selbstvertrauen und Ausgerichtetsein, um dich von diesen peinigenden Klauen in deinem Nacken zu befreien…………. Die gute Nachricht: Je mehr du zulassen kannst, dass alles zerfällt – desto klarer findest du dich selbst. Das garantier ich dir als bewährte Angstknackerin.

 

Überforderung basiert auf Angst

Angst ist ein schlechter Ratgeber, sagt man. Und in sehr belastenden Lebenssituationen – wenn eine todbringende Krankheit und ständige Unsicherheit das Regime führen, fällt es oft noch schwerer, sie als das zu erkennen, was sie wirklich ist:

Angst ist nur Angst – nichts weiter. – Das kann dir jeder Held bestätigen.

Wenn du sie mal durchschaut hast, kannst du sie zwar fühlen. Sie hat aber keine Macht mehr über dich. Und du gehst jenseits der Angst unbeirrt und konsequent deinen Weg.

Was sich so leicht schreibt und liest, ist im Alltag gar nicht so einfach. Stell dir vor, du kommst am Morgen die Treppe runter und in deinem Herzen spürst du schon die bange Frage, was du im Krankenzimmer gleich sehen wirst?

Ob dein geliebter Patient wohl noch lebt? Vielleicht hast du ja in den wenigen Stunden, in denen du dir Schlaf gegönnt hast, oder er dich einfach übermannte, etwas überhört.

Ob er wohl wieder wie ein Häufchen Elend schmerzgekrümmt, zitternd, ergeben im Bett höckelt und du weisst, du hast wenig an Trost und Erlösung anzubieten.

Du gehst in die Küche und dein erster Blick fällt auf ein Arsenal von Medikamenten

Schmerzmittel, Opiate, Verdauungstropfen, Abführsirup, Aufbautröpfchen – Vitamine, noch mehr Schmerzmittel, Magenschutz, Pillen gegen Übelkeit, Reaktionen der Chemotherapie – Medikamente gegen die Unverträglichkeit anderer Medikamente. Schlafmittel, Pülverchen, Dragees, Tropfen……………

und du weisst, sie gaukeln ein Versprechen vor, sind aber bei gewissen Krebsarten oder in gewissen Stadien doch bloss Ausdruck ärztlicher Überforderung.

Ein weiterer Versuch. Tappen im Dunkeln. Wenig davon ist wirksam……………….. und wenn, dann nur kurze Zeit.

Die aus Not und Unsicherheit geborenen Telefonate mit dem behandelnden Arzt sind für alle unbefriedigend. Sie bringen keine Lösung nur noch mehr Medikamente ..……… Frust, Wut – Grenzen.

Und in dir der Wunsch, dich einfach zu verkriechen.

Kennst du das auch?

Du raffst dich auf, ein liebevolles Essen zu kochen, denn du weisst, die meisten Krebspatienten verhungern.

Dein Partner wankt zum gedeckten Tisch, schaut kurz auf die Speisen, dreht sich weg, die Hand vor dem Mund. Dass genau das auf dem Tisch steht, was er sich noch kurz zuvor gewünscht hat, spielt keine Rolle. Sein Danke ändert auch nichts. Und auch nicht sein Kummer, dass er dir das alles antut – zumutet.

Du räumst den Tisch ab, versuchst es eine Stunde später mit einem anderen Angebot… erntest wieder Enttäuschung. Sitzt alleine am Tisch. Nicht einmal Flüssigkeit will der kranke Körper aufnehmen.

 

Die Angst hockt an der Eingangspforte

Notfallbesuche im Krankenhaus häufen sich. Die Angst hockt an der Eingangspforte, empfängt dich. Das gesamte Emotionalfeld des Krankenhauses wabbert. Dein Herz, dein Magen ziehen sich zusammen. Vielleicht nimmst du es wahr, vielleicht auch nicht.

Chemotherapie. Aufbauinfusionen. Endlose Gänge.

Jedes Zimmer schwer befrachtet mit Schicksal.

Ärzte und Schwestern kommen und gehen. Stunden vergehen, Untersuchungen von Aussen, von Innen – am liebsten möchtest du deinen Patienten wieder mitnehmen – nur raus aus dieser Maschinerie, diesem ständigen Gefühl von Beklemmung. Der bohrenden Frage: was kann oder soll ich tun? Wann ist dieser Spuck endlich vorbei!?

Angst verwirrt dich – ist ein Spiel in den Grenzen von richtig und falsch. Drama ohne Ende.

Freunde, Bekannte rufen an. Immer wieder bestehen sie darauf, dass sie ein Wundermittel kennen, einen Spezialisten, Schamanen, Magier. Sie schwören auf Aprikosensteine, Silber, wissenschaftliche, neue Methoden und und und….

Sie wollen dir lieber einen Ratschlag geben, dir endlose Berichte schicken als der Realität, dem Tod ihres Freundes ins Auge sehen.

Und du erwischt deinen Kranken, wie er in seiner Verzweiflung Zugesandtes, Angepriesenes schluckt und es nervt unglaublich, denn als Heilerin, die ich bin, lese ich von seinem Körper, dass er das alles nicht an- und aufnehmen kann, selbst wenn es vielleicht schon vielen geholfen haben mag.

Und du fühlst dich ratlos, alleine, überfordert…………………. Fühlst dich als Spielverderberin. Weisst erst mal nur was nichts nützt.

Hast ausser Liebe, Mitgefühl, deinem Dasein und der unausweichlichen Wahrheit nicht viel anzubieten, denn auch deine Behandlungen helfen nur kurzfristig, sind allenfalls Seelenbalsam, Geschenke achtsamer Berührung, Zuwendung, Klärung aber eben keine körperliche Heilung.

Dass genau das ein riesengrosses Geschenk war, wurde mir erst im Rückblick bewusst. Im Moment hab ich es nur gelebt.

Zu allem Überfluss poppte in mir die Stimme hoch, die ich schon seit Kindheit kannte: „ Du bist nicht gut genug.“

Mein Herz krampfte:

Unstillbares Heimweh
schon jetzt.

Die Liste der Dinge, die einen in solchen aussergewöhnlichen Stresssituationen überfordern, liesse sich endlos weiterführen. Fakt ist,

du weisst nicht, wie du überleben sollst. Und du bist nie sicher, ob du aus diesem Sturm heil herauskommen wirst.

 

Wage es – es lohnt sich

Raus aus der Sackgasse, bloss raus! Ich hielt inne – inmitten meines Gefühlschaos, meiner Gedanken-Endlosschlaufe. Liess in der Stille einfach alles in mir aufbrechen, was aufbrechen, wegbrechen wollte. Makeup zerflossen, Haare ungekämmt, durchgeschüttelt….

Und das kann ich auch dir nur raten, wenn du jemals wieder in einer vergleichbaren Situation steckst. Halte inne, heul dich aus, lass dich vom Leben, der Situation aufbrechen und dann, wenn die Tränen versiegt sind…

Erlaube dir, in die Stille einzutauchen – egal wie voll dein Kalender grad ist.

Atme! Ahhhhhh!

Ich begann der Lehre meiner Seele, meines Herzens zuzuhören……
Ich begann der Lehre meiner Seele, meines Herzens zuzuhören… und sie spricht eine ganz andere Sprache als der Verstand, als die Angst….

 

Jeder Moment ist eine Einladung, dich selbst in deinem ganzen Potenzial zu entdecken – in deiner Kraft, deinem Mut, deiner Schönheit….

Ich wurde still, lauschte, fraglos …… weiter und weiter in die Stille hinein. Ich tat nichts – ausser der Stille mehr und mehr Raum zu geben in mir und um mich herum.

Ich erkannte mich als Suchende, die bei Ärzten, Büchern und den Sternen Antworten suchte, die es so da nicht gab. Ich wollte Sicherheit – ich stiess an Grenzen.

Egal in welche Richtung ich auch suchte und lief. Ich wurde immer wieder auf mich selbst zurückgeworfen.

Es gab kein Entrinnen aus dieser Situation – meinem Leben. Und so setzte ich mich endlich ruhig in eine Ecke meines Herzens, begann der Lehre meiner Seele, meines Herzens zuzuhören……

Und es war unbeschreiblich. Fühlte sich an, als würde sanft Schleier um Schleier vor meinem Herzen weggezogen.

Und sobald ich bereit war, der unausweichlichen Wahrheit ins Gesicht zu schauen, war meine Angst weg.

 

YAMMMMMMMM – Intuition basiert auf Glauben und Vertrauen.

Mein Fokus, meine eigene Ausrichtung veränderten sich radikal.
Ich gönnte mir Entspannung.
Die Angst war hin und wieder Gast. Ich konnte ihre Präsenz fühlen, liess mich aber nicht mehr von ihr leiten. Angst war Angst, nicht mehr und nicht weniger.
Ich lernte leben in der Ungewissheit.
Ich lernte mich wohl zu fühlen in meinem Unwohlsein.
Liebe regierte mein Leben, meine Handlungen.
Ist das nicht unglaublich?

Immer öfters suchte ich in mir den Ort des Nichtwissens auf.

Und ich weiss, diesen Ort gibt es auch in dir.

Hier gab es keine Diagnosen, keine Prognosen…..nichts zu wissen, zu können, zu wollen. Nichts. Nichts als Liebe. Und manchmal ein zarter Duft……………….

Und in meinem Innern ein langgezogenes Yammmmm…

Ich erkannte von diesem Punkt aus, was ich zu tun oder zu lassen hatte. Yammmm…

Keine Zweifel, kein du musst oder solltest, keine Schuldgefühle. Der nächste Schritt war einfach und klar. Resultate interessierten hier nicht.

Mein Wissen, meine Weisheit offenbarte sich mir ganz direkt.

Oftmals erst als Gefühl, als leisen doch unmissverständlichen Impuls, der mich bei der Hand nahm und führte…. Yammmmm…

Jenseits der Angst entdeckte ich neue Kraft, meine verloren geglaubte Kreativität, eine Fülle an Möglichkeiten. Yaammmm… Geschenke.

Und auf Knien verneigte ich mich vor dem, was da in mir erwachte: tiefe Dankbarkeit. Liebe, die nichts wollte als aus mir rausfliessen.

 

Mein Herz – mein Leitstern

Mit meinem Herzen als Leitstern, konnte ich neue Risiken eingehen, wurde ich wieder autonom und handlungsfähig. Ich folgte vertrauend meinen Impulsen, meinem Ruf. Schritt um Schritt. Und mit jedem Schritt wuchs mein Selbstvertrauen. Yammmmmmm…

Mit jedem Schritt erblühte in mir die Bereitschaft, mit allen Konsequenzen meines Tuns gut zu leben. Die Herausforderungen meines Lebens anzunehmen. Die Sicherheit, das richtige zu tun. Yammmmmm…

 

Die Wirkung eines Lebens – jenseits der Angst – ist frappant.

Freiheit bekam einen neuen Inhalt, einen neuen Geschmack!

Dankbarkeitshonig!

 

Ich widme diesen Beitrag in tiefer Verbundenheit all den wunderbaren Freunden, Helden und Freudenbringer meines Lebens, die an Krebs gestorben sind. Allen Frauen und Männern, die ich bei so vielen Spitalbesuchen begegnen durfte. Ihren Angehörigen, die wie ich mit viel Mut ihren Weg durch diese schicksalhafte Zeit gesucht und gefunden haben.

 

Alleine können wir nicht lernen, verletzlicher und mutiger zu sein. Unterstützung anzunehmen ist manchmal der erste Schritt. Ich bin da!

Ich freue mich, dir auf deinem heiligen Weg der Transformation helfen zu dürfen.

Ich bin erfahren im Ängste knacken, eine weise Beraterin und Mutmacherin.

Wenn du meine persönliche Unterstützung möchtest in Fragen der Sterbebegleitung, wenn du unbedingt mal ein Ohr brauchst, eine Anregung, wie du in schwierigen Zeiten gut für dich selbst sorgen kannst, wie du jenseits der Angst leben könntest oder einfach meine Arbeit näher kennen lernen möchtest, dann lade ich dich ein zu einer kostenfreien 20-minütigen Skype- oder Telefonsitzung. 

Schreibe dich hier ein für meinen Newsletter und such dir danach einen passenden Termin für unser Gespräch. 

Oder schicke mir eine e-mail an kyra@der-weg-der-goettlichen-diva.com. (falls es nicht klappt mit dem Übermitteln, kopiere bitte die Mail-Anschrift in deine Mail!) Gerne erfahre ich von dir, was deine grösste Herausforderung gerade ist.
Ich werde jede Mail beantworten.

Ich freue mich auf dich!

In Liebe:

Kyra


Kommentare

2 Gedanken zu „Du meine Überforderung

  1. Liebe Kyra,

    vielen Dank für deine Worte. Es war, als würdest du aus meinem Herzen schreiben. Auch ich bin eine Heilerin und kam sowohl bei meiner Mama(Lungenkrebs vor 4 Jahren) als auch bei schwerkranken Kinden( arbeite noch als Kinderkrankenschwester in der ambulanten Kinderkrankenpflege) an meine heilerischen Grenzen. Wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann hilft mir das Mantra “ Om Namah shivaya“.
    Alles Liebe, Siora

    1. liebe Siora, danke, dass du dir Zeit genommen hast, meinen Beitrag zu lesen und mir ein Feedback zu senden. Ich glaube es tut uns allen immer mal wieder gut, zu wissen, dass wir nicht alleine sind auf unserem Weg. Om namah shivaya ist ein wunderbares, starkes Mantra und auch habe es lange und hingebungsvoll immer und immer wieder gesungen in diesem Prozess. Ich bin mir sicher: die Liebe hat deinen Namen gerufen. Om namah shivaya: kyra

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